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  • FAQ

Was ist Schweiß?

Schweiß ist ein Körpersekret, das neben einigen anderen Bestandteilen auch Fettsäuren enthält. Diese sind in erster Linie für den Geruch des Schweißes verantwortlich (s.u.: “Warum riecht Schweiß meistens unangenehm?”).

In bestimmten Körpergegenden befinden sich deutlich mehr Schweißdrüsen als in anderen. So sitzen im Handteller, auf der Fußsohle und in der Achselhöhle mehr als 400 Schweißdrüsen auf jedem Quadratzentimeter Haut! An Nacken, Rücken und Gesäß sind über dieselbe Fläche 55 Schweißdrüsen verstreut. zurück

Warum schwitzen wir?

Schweiß ist ein lebenswichtiger Bestandteil unseres Organismuses. Schweiß dient der Wärmeregulierung, es ist sozusagen die Klimaanlage unseres Körpers.

Denn der Körper produziert ständig überschüssige Wärme, die er irgendwie wieder loswerden muss. Ohne Schwitzen würde durch die “Verbrennung” von Energie die Körpertemperatur pro Stunde etwa um 1 Grad Celsius ansteigen. Die Folge: wir würden innerlich verkochen.

Mindestens ein halber Liter Schweiß verdunstet jeden Tag auf unserer Haut. Wie stark man schwitzt, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Bei beruflicher Arbeit oder sportlicher Betätigung steigt die Schweißproduktion stark an und es gehen schnell 2 Liter und mehr verloren. Dabei schwitzen Männer bei gleicher Belastung des Körpers deutlich stärker als Frauen. zurück

Warum riecht der Schweiß oft so unangenehm?

Normalerweise riecht Schweiß nach “nichts”, er ist geruchlos. Erst, wenn Bakterien aktiv werden, entsteht der typische Geruch. Dort wo die meisten Schweißdrüsen sitzen, unter den Achseln, an den Händen, in Hautfalten und im Analbereich, finden Bakterien geradezu ideale Bedingungen vor. zurück

Warum schwitzen manche Menschen mehr, manche weniger?

Hier gibt es eine unendliche Anzahl von Gründen. Die wichtigsten wollen wir aber nennen:

  • unterschiedliche Anzahl an Schweißdrüsen
  • wer sich schnell aufregt, schwitzt meist mehr. Das haben wir alle bestimmt schon erlebt, bei einer Prüfung, vor Angst, bei Unsicherheit, bei geistiger Überanstrengung
  • Störung der Schilddrüsenfunktion
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Bestimmte Nahrungsmittel und Reizstoffe fördern die Schweißbildung: Pfeffer, Chili, andere scharfe Gewürze, Kaffee, Alkohol. Vor allem die Kombination mehrerer "Schweißtreiber".
  • Bestimmte Herzerkrankungen, vor allem Herzschwäche, führt zu Stoffwechselproblemen und Überhitzung. zurück

Warum schwitzen wir an den Händen und Füßen?

Vor langer Zeit waren feuchte Hände den Menschen willkommen. Der Schweiß macht die Hände griffig und weniger rutschig, so konnten unsere Vorfahren ihre Werkzeuge und Waffen besser halten. Das Gleiche gilt für die Füße. Was für die Flucht auf die Bäume einst nützlich war, ist uns heute beim Vorstellungsgespräch eher hinderlich und äußerst peinlich.

Denn nach wie vor verbindet unser Körper Aufregung und Stress mit der urzeitlichen "Flucht oder Kampf"-Reaktion. Das wiederum bedeutet: feuchte Hände und Füße.

Diese Art des Schweißes hat nichts mit der kühlenden Funktion des Schweißes zu tun. zurück

Wann wird Schwitzen zum Problem?

Wenn wir übermäßig schwitzen, vor allem im Vergleich zu anderen Mitmenschen, liegt eine Überfunktion der Schweißdrüsen vor. Die Mediziner nennen das Hyperhidrose, das bedeutet zu viel Schweiß. Es werden verschiedene Formen dieser Überfunktion unterschieden:

  • Betrifft die Störung der Schweißdrüsen die gesamte Hautoberfläche, liegt eine generelle Überfunktion vor.
  • Sind nur bestimmte Regionen betroffen, wie zum Beispiel die Achselhöhlen, die Handflächen beziehungsweise die Fußsohlen betroffen sind, spricht man von einer lokalisierten Überfunktion. zurück

Wieviel Menschen leiden an der vermehrten Schweißproduktion?

Etwa ein Prozent der Bevölkerung, das sind immerhin fast eine Million Menschen! leidet an übermäßigem Schwitzen. ohne Nachweis einer bestimmten Erkrankung. Sie schwitzen einfach mehr als andere und das macht es für die Betroffenen zum Problem.

Mehr als 10% der Bevölkerung wünscht sich, weniger oder deutlich weniger zu schwitzen. Untersuchungen gibt es bisher kaum, denn viele Ärzte bagatellisieren die Probleme der Patienten und “empfehlen”, sich mit dem vermehrten Schwitzen abzufinden. zurück

Leiden die Betroffenen unter dem starken Schwitzen?

Der Leidensdruck der Patienten ist gewaltig. Sie haben Angst vor Kontakt mit anderen, haben Angst vor den vielen "feuchten Händedrücken". Vor allem haben sie Angst davor, sich vor ihren Mitmenschen durch die übermäßige Schweißproduktion zu blamieren. Von der zum Teil erheblichen Geruchsbildung noch gar nicht zu sprechen. Viele Berufe sind mit stark schwitzenden Händen gar nicht mehr möglich. Friseure, Pianisten, aber auch Arbeiter in der Industrie, haben durch das starke Schwitzen echte Probleme. zurück

Schweißfüße – normal oder soll man dagegen was unternehmen?

Wenn es in einem Umkleideraum einer Turnhalle nicht gerade nach Veilchen duftet, wundert das niemanden. Wer jedoch von der Arbeit nach Hause kommt, sich die Schuhe auszieht und damit alle übrigen Familienmitgliedern in die Flucht schlägt, leidet mit großer Wahrscheinlichkeit an Schweißfüßen. Und dagegen sollte dringend etwas dagegen unternehmen werden.
Schweißfüße sind ein weit verbreitetes Problem. Etwa 30 Prozent der Deutschen empfinden den käsigen Geruch, der ihren Socken entweicht, als lästigen Störfaktor. In der Skala “was stört mich an meinen Mitmenschen am meisten?” liegt Schweiß noch vor lauter Musik, Knoblauch- und Mundgeruch. zurück

Was kann man gegen den Schweiß tun?

Ist die erhöhte Schweißproduktion nicht die Folge einer Grunderkrankung, gibt es einige Dinge, die sie in Ihren Alltagsablauf integrieren und sich angewöhnen sollten.

  • Duschen oder baden Sie regelmäßig - 5 Minuten Duschen nur 1x am Tag oder 12 Minuten baden 1x in der Woche reicht aus. Hier sollte die Hygiene in Absprache mit dem Arzt erfolgen
  • Nicht zu heiß duschen oder baden, zumindest Beine und Arme kalt abduschen
  • Trainieren Sie die Gewöhnung an Temperaturunterschiede: Sauna, Winterspaziergänge, Kneippsche Wasseranwendungen können helfen.
  • Tragen Sie Kleidung, in der Sie nicht so schnell schwitzen: Baumwolle, Wolle, Seide und meiden Sie synthetische Fasern.
  • Tragen Sie luftdurchlässige Schuhe.
  • Verwendung von Natürlich Trocken zur Verengung der Schweißporen.
  • Rasieren Sie Ihre Achselhaare zurück
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